“Gleiche Brüder – gleiche Kappen”

Als allgemein verbindliches Merkmal aller Mitglieder eines Karnevalvereins wurde die Narrenkappe 1827 in Köln ausgedacht. Mit der “Kapp” demonstrierten die Narren Außenstehenden ihre Gleichheit und Eintracht.

Als Gegenstück zum bürgerlichen Hut symbolisierte die bunte Kappe das Narrenreich, in dem die Hierarchien des Alltags aufgehoben waren. Die “Kapp” hatte auch eine ganz praktische Funktion. Sie war quasi die Eintrittskarte. An ihrer Form und Farbe konnte man erkennen, wer zahlendes Vereinsmitglied war und wer unbefugt an einer Sitzung teilnahm.

Deshalb wurden die Narrenkappen jedes Jahr neu gestaltet.

“Narrheit, Einigkeit”

Aus Opposition zum MCV gründeten sich 1845 in Mainz die “Duttinger”. Statt aufwändig gestalteter Kappen trugen sie spitze, graue Papiertüten auf dem Kopf.

Allerdings wurden die “Duttinger” gleich wieder verboten, weil die Obrigkeit “neue Unordnung” befürchtete und deshalb keinen zweiten Fastnachtsverein in Mainz duldete.

Narrenkappe Gustav Brechtel 1879, Stadtbibliothek Mainz
Gustav Brechtel 1879, Stadtbibliothek Mainz
Franz Schoeppler Fastnachtsprinz 1860
Franz Schoeppler,
Fastnachtsprinz 1860
Jakob Glotzbach, Karl Weis, Philipp Kepplinger und Heinrich Bender MCV 1926
Jakob Glotzbach, Karl Weis,
Philipp Kepplinger,
und Heinrich Bender
MCV 1926
Der Gründungspräsident des MCV Carl Michel auf der linken Seite als Herold des Prinzen Carneval 1838
Der Gründungspräsident des MCV,
Carl Michel (links),
als Herold des Prinzen Carneval 1838